Hamas-Veranstaltung in Ramallah. Foto: Hoheit (¿!)/Wikicommons (cc-by-sa 2.0)

Sinneswandel oder Täuschungsstrategie? Das neue politische Programm der Hamas

Von | | Palästina | Kein Kommentar

Nach 30 Jahren hat die radikalislamische Organisation erstmals ihr politisches Programm verändert und eine überarbeitete Fassung ihrer Charta veröffentlicht. Das Dokument klingt rhetorisch deutlich gemäßigter als das Original, entpuppt sich allerdings schnell als innenpolitische Strategie, nicht als Neuausrichtung. Doch es birgt eine kleine Chance. Von Lucia Heisterkamp.

Ein Familienphoto aus Südkirgistan. Ein Beitrag widmet sich den familiären Bewältigungsmechanismen von bewaffnetem Konflikt in dieser Region. Foto: Betta27/Wikicommons (cc-by 3.0)

Rezension: „The Family in Central Asia“ – Frischer Blick auf ein altes Thema

Von | | Rezension, Zentralasien | Kein Kommentar

Dass Familienstrukturen ein elementarer Baustein der Gesellschaften Zentralasiens sind, ist wohl bereits für Laien ein müder Allgemeinplatz. Oft dreht sich die Debatte jedoch um wenige politisch-soziologische Konzepte wie „Clanherrschaft“ oder „Familialismus“. Ein neu erschienener Sammelband öffnet das Blickfeld. Eine Rezension von Ludwig Pelzl.

Ein Kämpfer der "Syrian Democratic Forces" (SDF) steht Anfang Mai nach tagelangen Kämpfen gegen Da'esh in der zerstörten Stadt Taqba in Nord-Syrien. Foto: Mahmoud Bali (VOA), Wikicommons, Public Domain

Aufstieg und Fall von Da’esh: Wiederkehrende Muster

Von | | Irak, Libanon, Syrien | Kein Kommentar

Es deutet alles darauf hin, dass die Terrormiliz Da’esh in ihrem vierten Jahr als Territorialmacht diese Rolle verlieren wird. Doch wie bereits ihr Aufstieg, wird auch ihr Untergang von politischen Rahmenentwicklungen begleitet werden. Das ist ihre größte Chance. Von Parham Kouloubandi.

Zeitungsstapel. Foto: Mandy Schiefner-Rohs/Flickr (cc-by-nc 2.0)

Ein Deutscher Sieg? Verdächtiger Enthusiasmus im Krieg von 1967

Von | | Deutschland, Israel, Palästina | Kein Kommentar

Bei deutschen Debatten über Israel und Palästina lernt man wenig über den Nahen Osten, aber viel über Deutschland. Besonders deutlich wird das in den Reaktionen auf den Krieg von 1967. Ob im Hause Springer oder im Kopf Ulrike Meinhofs: Überidentifikationen mit der einen oder anderen Seite lassen sich interpretieren als Formen der Schuldabwehr. Von Daniel weiterlesen…

Blick auf die Siedlung Ma'ale Adumim, eine der größten im Westjordanland. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Vom Messianismus zur Mittelklasse: Israelische Siedlungen im Westjordanland

Von | | Israel, Palästina | Kein Kommentar

Die israelischen Siedlungen im Westjordanland gelten international als zentraler Streitpunkt und Dauerthema im Israel-Palästina-Konflikt. Für die israelische Mittelklasse stellen sie aber günstige und komfortable Vororte in teurer werdenden Lebensumständen dar. Dass sich die Siedlungen vom ultrareligiösen Projekt zum Vorstadtparadies wandelten, ist ein Erfolg der israelischen Regierung. Von Jakub Záhora.

Nach einem Luftangriff in Sanaa betrachtet ein Mann die Zerstörung. Bilder wie dieses kennt man inzwischen aus dem Jemen - die Hintergründe des Konflikts aber kaum. Foto: Almigdad Mojalli,VOA/Wikicommons (Public Domain)

Worum es beim Konflikt im Jemen geht – Teil I

Von | | Jemen | Kein Kommentar

Weit mehr als 10.000 Menschen sind im Krieg im Jemen schon gestorben. Oft gilt der nun schon mehrjährige Konflikt als Teil des saudisch-iranischen Streits um die Vorherrschaft im Nahen Osten. Die Risse im Jemen gehen aber tiefer. Hintergründe über ein Land, das Opfer seiner eigenen Machthaber und Geschichte ist. Von Andreas Vogl.

Die kurdische Flagge weht über der Zitadelle von Erbil. Foto: Alsharq

Das Referendum in Irakisch-Kurdistan: Mehr Mittel als Zweck

Von | | Irak, Kurden | Kein Kommentar

Die Unabhängigkeit Kurdistans könnte im Nordirak konkrete Formen annehmen – bald sollen die Bürger in einem Referendum darüber entscheiden. Vorher haben aber die Akteure noch einige Hindernisse zu beseitigen. Dass ihnen das jedoch gelingt, ist eher unwahrscheinlich. Von Parham Kouloubandi.

Anaheed Al-Hardan gibt in ihrer Arbeit provokative Antworten auf scheinbar einfache Fragen. Foto: Tobias Pietsch/Alsharq

Die Nakba – eine Erinnerung im Wandel

Von | | Alsharq-Veranstaltung, Palästina, Syrien | Kein Kommentar

Die Flucht und Vertreibung hunderttausender Palästinenser*innen vor knapp 70 Jahren spielt heute für palästinensische Gemeinschaften in den jeweiligen Ländern eine sehr unterschiedliche Rolle. Gerade für Palästinenser*innen in Syrien hat der Begriff „Nakba“ seit 2011 eine völlig neue Bedeutung erfahren, sagte die Soziologin Anaheed Al-Hardan bei einer Alsharq-Veranstaltung. Von Ansar Jasim.

Mounir Baatour bei einer Demonstration gegen Analtests an Homosexuellen vor der Nationalen Ärztekammer Tunesiens. Foto: Shams - www.facebook.com/lgbtrightstunisia

Homosexualität in Tunesien: „Du lebst unter ständigem Verdacht“

Von | | LGBTI, Tunesien | Kein Kommentar

Mounir Baatour ist Vorsitzender von Shams, der ersten tunesischen Organisation, die sich für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen einsetzt. Maximilian Ellebrecht hat ihn in seiner Anwaltskanzlei in Tunis zum Interview getroffen – ein Gespräch über Homophobie, Verfolgung, Männlichkeit und die Frage, was das alles mit dem Islam zu tun hat. 

Buchcover Al-Hardan, Anaheed: „Palestinians in Syria: Nakba Memories of Shattered Communities” (Columbia University Press, 2016)

Alsharq-Veranstaltung: Palästinenser_innen in Syrien | حدث الشرق: فلسطينيون في سوريا

Von | | Alsharq-Veranstaltung | Kein Kommentar

Die Flucht im Jahr 1948, die sogenannte Nakba, ist für viele palästinensische Flüchtlingen identitätsstiftend. Doch bedeutet die Erinnerung daran für alle das gleiche? Und wie verändert sich diese Bedeutung gerade in Syrien seit Kriegsausbruch 2011? Annaheed al-Hardan aus Beirut untersucht diese Frage – und stellt am Donnerstag in Berlin ihre Ergebnisse vor. نص باللغة العربية

Zahlreiche Menschen sind vor den Kämpfen um Mossul geflohen. Bild: Fadel Senna, AFP/Flickr (cc-by 2.0)

Bedingt besiegt: Nach Mossul bedroht der IS von Hawija aus die Öl-Metropole Kirkuk im Irak

Von | | Irak | Kein Kommentar

Der IS ist aus Mossul vertrieben, das Interesse der Weltöffentlichkeit lässt nach. Doch viele Folgen der IS-Herrschaft bleiben und die Auseinandersetzung mit der Terrororganisation sowie innerirakischen Streitigkeiten gehen weiter. Aus dem Irak berichtet Martin Gerner.

Blick auf al-Aqsa-Moschee (Mitte) und Felsendom - die Anlage "Haram al-Scharif" ist eine der heiligsten Stätten im Islam. Viele Palästinenser fürchten, dass Israel sie am Tempelberg ausbootet. Foto: Andrew Shiva / Wikipedia / CC BY-SA 4.0

Konflikt um den Tempelberg: Es geht um Kontrolle, nicht um Souveränität

Von | | Israel, Palästina | Kein Kommentar

Mit Metalldetektoren am Tempelberg hat Israel eine Krise mit internationalem Nachhall ausgelöst. Denn die Regierung demonstrierte damit lediglich ihre Macht, nicht aber ihre Souveränität. Ein Kommentar von Talia Sasson. / By implanting metal detectors at the Temple Mount, Israel has triggered a crisis with international reverberations. Israel was demonstrating its power, not its sovereignty. An weiterlesen…

Im Februar 2011 konnten die Drusen noch ihre Äpfel über den Grenzübergang Quneitra nach Syrien exportieren. Diese drei Männer in traditioneller drusischer Kleidung beobachten die Lkw, die ins Nachbarland fahren. Foto: Israel Defense Forces/wikicommons (cc-by 2.0)

Israel und die Golan-Drusen: 50 Jahre Provisorium

Von | | Israel, Syrien | Kein Kommentar

Mit den Golanhöhen eroberte Israel 1967 auch fünf drusische Dörfer. Die meisten der Golan-Drusen haben die israelische Staatsbürgerschaft trotz erheblichem Druck nicht angenommen. Sie leben seit 50 Jahren in einem Provisorium, halten Kontakt nach Syrien und protestieren gegen die Besatzung. Der Bürgerkrieg im Nachbarland ändert ihre Situation nun aber grundlegend. Von Tobias Lang.

Eine scheinbar gläserne Wand, geschützt von der Polizei, trennt in Beirut das Parlamentsviertel vom Rest der Bevölkerung. Auch das neue Wahlgesetz ist so eine gläserne Wand: Die Eliten haben sich ihre Pfründe gesichert. Foto: Bodo Straub

Alter Wein in neuen Schläuchen: Das enttäuschende neue Wahlgesetz im Libanon

Von | | Libanon | Kein Kommentar

Nach jahrelangen Debatten einigte sich das politische Establishment im Libanon endlich auf ein neues Wahlrecht. Angepriesen als bahnbrechende Reform, ist es aber in erster Linie eine Mogelpackung. Denn statt politischen Fortschritts sichern die Eliten ihre Vormachtstellung und zementieren die bisherigen Kräfteverhältnisse. Von Sebastian Gerlach

"Im Nordirak sind wir im Prozess, eine Demokratie zu werden. Aber dieser Prozess wird Jahrzehnte dauern." Vater Emanuel. Foto: European Parliament/Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

„Wir Christen müssen unsere Rolle im Irak wiederfinden“ – Interview mit Emanuel Youkhana

Von | | Interviews, Irak, Islamischer Staat, Kurden, Religion | Kein Kommentar

Der assyrische Priester Vater Emanuel ist Leiter der in Dohuk, Nordirak, ansässigen christlich-humanitären Hilfsorganisation CAPNI, die sich um geflüchtete Menschen aus den vom IS besetzen Gebieten in Syrien und Irak kümmert. Lukas Reineck sprach mit Vater Emanuel über die Bedrohung durch die Islamisten und das Leben der Christen in der autonomen Region Kurdistan.

Arbeiten in Syrien künftig stärker zusammen, was vor allem Russland nützt: Wladimir Putin und Donald Trump beim G20-Gipfel in Hamburg. Foto: Kreml. (www.kremlin.ru)

Putin, Trump und die „De-Eskalationszonen“: Syrien wird aufgeteilt

Von | | Syrien | Kein Kommentar

Bei den Friedensverhandlungen im Mai im kasachischen Astana wurde beschlossen, in Syrien sogenannte De-Eskalationszonen einzurichten. Mit der Einigung zwischen Trump und Putin am Rande des G20-Gipfels sind auch die USA nun de facto Teil der Astana-Vereinbarungen. Der Waffenstillstand ist in Kraft – doch was ist davon zu erwarten? Von Adrian Paukstat.